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Ist er auch für uns gekommen? Dezember 25, 2009

Posted by otis in Lukas, NT.
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Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld, die bewachten ihre Herde in der Nacht.  Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr.  Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll.  Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr. Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend.  Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:  Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, [und] unter den Menschen [Gottes] Wohlgefallen!                   Lukas 2, 8-14

Dass der Engel gerade den Hirten erscheint und nicht den Reichen und Frommen im Land, ist für viele Leute faszinierend. Für mich war es das nicht … bis gestern.

An diesem Heiligabend hat die Jugend unserer Gemeinde ein Weihnachtsmusical aufgeführt, in dem es in erster Linie um die Hirten auf dem Feld ging.  Die Szene mit dem grellen Licht mitten in der Nacht und dem himmlischen Chor war nicht viel anders als in hundert anderen Krippenspielen. Die Engel erscheinen, verkündigen große Freude und die Hirten machen sich sofort nach Bethlehem auf. So weit nichts Neues.

Als die Männer – in diesem Fall vier – weitergezogen, bin ich bei der Reaktion eines der Hirten hängengeblieben. Er hatte eigentlich keine Lust gehabt, ein schreiendes Kind anzuschauen und beschwerte sich über praktisch alles. Nach dem Treffen im Stall war er allerdings ganz still und kleinlaut. Ihm war bewusst geworden, dass er in diese heilige Umgebung nicht hineinpasste. Die direkte Nähe Gottes  – wenn auch nur in Form eines Säuglings – passte nicht zu seiner Art und seinem Verhalten. Er war unwürdig für Gott.

Die Hirten symbolisierten für mich immer die Menschen am Rande der Gesellschaft, die Verachteten, einfachen Menschen. Durch den Schwertpunkt auf den inneren Zustand des Nörglers aber ist mir noch etwas klar geworden: Nicht nur für die, die in der Gesellschaft verachtet sind, gilt das Friedensangebot Gottes und sein Entgegenkommen. Dies gilt genauso für das, was wir an uns selbst verachten. Auch wenn ich äußerlich meist eine anständige Figur abgeben im frommen Sinne, ist mir noch mal neu bewusst geworden, dass an mir nichst Liebenswertes da ist, was mich qualifizieren würde, in die Nähe Gottes zu kommen. Aus diesem Bewusstsein heraus ist es für mich so essentiell, dass Gott den Hirten begegnet ist. Das bedeutet nämlich, dass er auch mir entgegenkommt. Meine Fehler sind nicht schön und zu beschönigen gibt es da auch wenig, Gott schickt mich dafür aber nicht weg. Er mag Menschen, die ihn nicht verdient haben. Das ist “große Freude” und dann macht Weihnachten Sinn.

Schmalspurchristsein? Oktober 19, 2009

Posted by perialistix in Uncategorized.
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Matthäus 7,13 Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. 7,14 Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

Da bleib ich immer wieder hängen, wenn ich drüberlese. Der hinterfragt mich jedes Mal. Und nicht nur die Pforte ist schmal. Scheinbar isses kein Selbstläufer nach der Pforte. Und mit Sicherheit ist das Ganze nicht so einfach Schwarz/Weiss abgesteckt wie in dem legendären Bild, dass unter anderm auch mal bei meiner Oma hing:

gibts da Urheberrechte drauf?

... gibt's da Urheberrechte drauf?

Und trotzdem gibt es einen schmalen Pfad und die schmale Pforte, die zum Leben führen, dass ich haben will. Dass ich leben will. Und es gibt den breiten Weg, der im Verderben endet, den ich eigentlich meiden will. Und nur weil die Unterscheidung nicht einfach ist, ist sie trotzdem da. Und da helfen keine langen Listen mit Regeln. Keine christliche Etikette. Ich glaube wir brauchen tatsächlich Gott selber. Ich glaube wir brauchen ihn wirklich!

Glaube – Teil 1 September 25, 2009

Posted by otis in Hebräerbrief.
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5 Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so daß er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, daß er Gott wohlgefallen hatte. 6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist, und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen.                                Hebr. 11, 5-6

22 und Henoch wandelte mit Gott 300 Jahre lang, nachdem er den Methusalah gezeugt hatte, und zeugte Söhne und Töchter; 23 und die ganze Lebenszeit Henochs betrug 365 Jahre. 24 Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.                                           1.Mo5,22-24

Glaube ist etwas komisches. Man kann ihn nicht fassen und alle Erklärungen wie:
“Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht nicht sieht.”
( Hebr. 11,1), lesen sich erst einmal ganz gut, sind aber auch nicht sehr konkret. Was macht ihn also aus?
In den Versen oben kommt raus, dass der Glaube uns dazu bringen kann, nach Gottes Willen zu Leben.  Dieser Henoch “wandelte mit Gott” (1.Mo4,25). Das Leben mit Gott war eine Lebenseinstellung bei Henoch und nicht nur eine Laune, ein Hobby, das man auch mal schnell wieder sein lässt.
Was für einen Glauben hatte Henoch? Nun – er glaubte, dass es Gott gibt und dass es sich lohnt, mit ihm zu leben. Die Frage ist, glaube ich das selbst? Habe ich jemals geglaubt, dass es gut ist, sich auf diesen unbegreiflichen Gott einzulassen? Glaube ich immer noch, dass sich das lohnt? Glaube ich, dass er nur mein Bestes will, auch wenn ich ihn überhaupt nicht verstehe? Ich weiß, dass ich nicht immer so eine Art von Glauben habe, aber ich weiß, dass so ein Glaube mir gut tut. Es würde mir gut tun, mehr davon zu haben. Was kann man tun, so einen Glauben zu bekommen?

Was sollen denn die anderen denken? April 10, 2009

Posted by MR in Hesekiel.
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Hesekiel 36
21 Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entweiht hatte unter den Heidenvölkern, zu denen es gekommen ist. 22 Darum sprich zu dem Haus Israel: So spricht Gott, der Herr: Nicht um euretwillen tue ich dies, Haus Israel, sondern wegen meines heiligen Namens, den ihr entweiht habt unter den Heidenvölkern, zu denen ihr gekommen seid.

Was ist das denn? Dass Gott sauer ist, dass sein Volk ihm nicht gehorcht obwohl er sie mit Gutem überschüttet – das versteh ich.

Aber Gott tut es Leid, dass sein Name entehrt wird? Ich meine, was kümmert es Gott, was die andern denken? Was kümmert es ihn, was überhaupt irgend ein Mensch über ihn denkt? Er ist doch Gott!

Kapier ich nicht.

” … dass dein Glaube nicht aufhöre” Januar 31, 2009

Posted by otis in Lukas.
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“Der Herr aber sprach: Simon, Simon! Der Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein GLaube nicht aufhöre. Und wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke deine Brüder”         Lukas 22, 31.32

Simon Petrus wird Jesus kurze Zeit, nachdem Jesus das sagt, verleugnen. Er wird sagen, dass er nicht zu ihm gehört und ihn nicht kennt. Auch das sagt ihm Jesus in den Versen, die hiernach kommen, aber Petrus weigert sich, das zu glauben. Er wird Jesus nicht verraten, dafür ist er viel zu begeistert von Jesus und seiner Sache. Seinem Glauben geht’s gut. Er macht Erfahrungen mit seinem Meister und ist ganz nah bei ihm. . .

Ca. 30 Verse (noch im selben Kapitel) weiter :

“Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus gedachte an das Wort des Herrn, wie er zu ihm sagte : Bevor ein Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging und weinte bitterlich.”         Lukas 22, 61.62

Petrus fühlt sich so mieß wie noch nie. Er schämt sich. Er ist wütend auf sich selbst und auf seine Unfähigkeit und Schwachheit. Er soll ein Jünger von Jesus sein? Ein Versager ist er, nichts weiter. Selbst, wenn Jesus da raus kommen sollte, kann er ihm nie wieder unter die Augen treten. Er hat’s vergeigt. Ein für alle mal. Er ist letztendlich nicht besser als Judas über den er sich so entsetzt hat. Genauso ein Verräter ist er, Petrus.

Was wäre gewesen, wenn Jesus nicht im Vorraus für Petrus gebetet hätte, dass er nicht alles hinwirft, nach der Aktion. Hätte sich Petrus für immer zurückgezogen oder sogar an einem Baum aufgehängt wie Judas? Es kommt so, dass er später genau das macht, was Jesus ihm sagt: Andere Stärken. Er predigt zu tausenden Menschen und Gott macht ihn zu einer Säule der frühen Gemeinde.

Nichts lähmt mich mehr im Glauben als Selbstzermarterung. Unser Glaube darf nicht aufhören, wenn wir uns mal wieder als Totalversager herausstellen, sonst hält er gerade ein paar Tage. Das Wunderbare ist, dass Jesus, wenn wir “zurückkehren” so wie Petrus, uns sofort wieder annimmt und einsatzfähig macht. Nicht erst nach einer unbestimmten Zeit auf der Ersatzbank.

Jesus’ favorites Januar 28, 2009

Posted by otis in Lukas, NT.
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Es pflegten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören.
Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder an und ißt mit ihnen!        Lukas 15,1-2

Wenn uns etwas klar ist, dann sind es wohl das: Jesus ist gerade für Leute, die mit ihrem Leben nicht klarkommen Mensch geworden. Für die, die es verbockt haben.

Wenn ich mein Denken aber mal unter die Lupe nehme, denkt da  etwas in mir, dass Gott Menschen aus ordentlichen Verhältnissen schon ein wenig mehr mag. Meine “Zielgruppe’” – Leute, zu denen ich Kontakt suche – sind weniger die Schwachen, um mich herum. Man hält sich lieber zu denen, die es im Leben drauf haben. Die anzunehmen, die nicht voll integriert sind, fällt mir schwer. Aber grade an diese Menschen wendet sich Jesus. Genau die liebt er über alles.  Da scheint was in meinen Bewertungsmaßstäben und in meiner Sicht auf meine Mitmenschen nicht ganz zu stimmen.

Das gleiche gilt aber dann auch für mein eigenes Leben. Wenn ich mir zu schlecht für Jesus vorkomme und deshalb auch keinen Segen von Ihm erwarte, dann habe ich vergessen, dass Er besonders Schwache zu sich ziehen will, um sie zu heilen. Es macht keinen Sinn, Leute zu heilen, die gesund sind. Wenn ich perfekt wäre, wozu bräuchte ich dann Gott? Dass ich ohne Ihn verloren bin, ist doch grad die Grundlage, warum ich angefangen habe mit Ihm zu leben. Warum meine ich manchmal, ich müsste erst perfekt sein, um  zu Gott kommen zu können?

Letztendlich glaube ich eh, dass Jesus alle Menschen meint, wenn er sagt: “Die Schwachen brauchen ein Arzt, nicht die Starken”. Der Punkt ist nicht, ob wir schwach ( eigentlich nicht passend für Gott) sind, sondern ob wir uns das eingestehen. Jeder Mensch braucht Gott. Auch, wenn er Christ ist.

Januar 20, 2009

Posted by donutmeica in Uncategorized.
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Matthäus 12, 46-50:

Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. 47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden! 48 Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49 Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!

Über diese Stelle musste ich kürzlich beim AudioBibel hören (super Sache) nachdenken.

Bisher beschlich mich immer ein ungutes Gefühl, wenn ich diese Stelle gelesen hab. Für mich klang es so, als ob Jesus seine Mutter und seine Brüder abwerten würde. “Ich hab wichtigeres zu tun. Was wollen da meine Mutter und meine Brüder von mir?” Aber das steht überhaupt nicht da. Ich glaube was Jesus eigentlich verdeutlichen wollte, war wie er Menschen sieht, die mit ihm gehen. Dadurch, dass die Jünger mit ihm gegangen sind und den Willen Gottes getan haben, waren sie ihm so nahe wie seine eigene Familie.

Mit Jesus zu leben und das zu tun was sein Vater möchte, geht für Jesus mindestens genau so tief wie die Beziehungen innerhalb einer Familie. Interessant dabei ist: Geschwister sind immer unsere Geschwister. Unsere Mütter werden immer unsere Mütter sein. Und da ist nichts was man daran ändern könnte. Diese Beziehungen können zwar unendlich verkorkst sein, aber an der Tatsache allein lässt sich nichts ändern.

Die Jünger müssen sich großartig gefühlt haben. Jesus steht mitten in dieser Menschenmenge zeigt auf sie und sagt:

“Seht da meine Mutter und meine Brüder.”

Meine FAMILIE.

Jesus´ key essentials?! Januar 15, 2009

Posted by donutmeica in Uncategorized.
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Mit diesem Post möchte ich wieder mehr eine Diskussion anregen, als fertige Gedanken liefern.

Mich würde interessieren was ihr über folgende Frage denkt. Jesus hat viel gepredigt. Was denkt ihr war von all dem was er erzählt hat für ihn am wichtigsten? Worüber hat er am meisten gepredigt (Muss ni. unbedingt das Gleiche sein)? Und davon ausgehend,  über was glaubt ihr sollten wir als Jesus-Nachfolger heute am meisten reden? Was sollte uns am wichtigsten sein?

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht so ganz sicher, ob man Jesus` Botschaft überhaupt so “runterbrechen” kann oder sollte, aber genau deshalb interessieren mich eure Meinungen!

Gott freut sich Januar 5, 2009

Posted by MR in Uncategorized.
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Wenn ich an Gott denke, dann tut er mir – ehrlich gesagt – leid. Klingt komisch, aber wenn ich darüber nachdenke, wie die Welt so ist, wie viel Leid passiert und auf welch schreckliche Art und Weise wir Menschen uns gegenseitig quälen und alles kaputt machen – wieso sollte Gott sich freuen?

Noch dazu bekommt er ja alles mit. Aus erster Hand. In jeder Perspektive. Er ist Gott.

Müsste Gott also nicht permanent weinen, ja schreien?

…, damit sie meine Freude völlig in sich haben. (Joh 17,13)

Das ist natürlich aus dem Zusammenhang gerissen, aber worum es mir geht ist der Punkt, dass Jesus von “meine Freude” spricht. Er redet davon kurz vor dem Kreuz und das auffällig oft (vgl. Joh 15,11; Joh 16,22; Joh 16,24). Und er möchte, dass diese Freude auch in uns ist.

Es ist schwierig sich zu freuen, wenn man glaubt, dass Gott sich nicht freut.

Mir wurde bewusst, dass Gott tatsächlich ein Gott der Freude ist. Er sieht nicht nur das Leid, er sieht auch all die Schönheit dieser Welt: Das Lachen eines Kindes, ein wunderschöner Sonnenuntergang, der Geruch des Regens im Frühling, ein gutes Essen, Kaffee mit Freunden und – das Loch im Garten, das ich wegen unsres blöden verstopften Abflusses gegraben hab (es sieht cool aus.) Dieser Gott der Freude ist nämlich mitten in unserem Alltag präsent. In jedem Moment der Freude, den ich empfinde, ist Gott zutiefst “anwesend”. Das ist nicht trivial, denn die Fähigkeit, uns zu freuen ist eine göttliche Eigenschaft – wir sind im Bild Gottes geschaffen! (1.Mose 1,27) Was mich freut (und ich meine damit diese reine, ehrliche Freude) freut auch Gott.

Dieser Gedanke ist vielleicht nicht so neu, aber als ich das kapiert hab, wurde mir klar, dass mein Leben sozusagen ständiger “Gottesdienst” ist. Wir haben die Wand in der Küche olivgrün gestrichen (sieht toll aus), wir freuen uns – und Gott freut sich mit – und ich fange an, Gott zu für diese Wand zu loben.
Dass Gott sich jedes Mal freut, wenn ich mich freue – das bringt Gott direkt in meinen Alltag – und da gehört Gott hin – mitten in unser Leben.
Gott freut sich!

Am Verhungern Dezember 20, 2008

Posted by otis in Lukas, NT.
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Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt  und 40 Tage vom Teufel versucht. Und er aß nichts in jenen Tagen; und zuletzt, als sie zu Ende waren, war er hungrig.  Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, daß er Brot werde!  Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes«.
Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick.  Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will.  Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören!  Und Jesus antwortete ihm und sprach: Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen«.
Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich von hier hinab;  denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, daß sie dich behüten,  und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!«
Und nachdem der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang.

Meine Sicht auf diesen Text war längere Zeit ungefär so: Jesus war ja Gottes Sohn. Kein Wunder, dass Er standhaft geblieben ist. Jesus schmettert dem Teufel ein paar Bibelworte entgegen und Satan muss abzischen.

Jetzt ist mir erst bewusst geworden, dass diese Veruchungen keine Lapalien für Jesus waren. Wenn es so gewesen wäre, dann hätte man nicht später schreiben können, dass Er in allem uns gleich geworden ist – auch was Versuchungen angeht (Heb 2,18). Man muss sich das vorstellen: Jesus hat großen Hunger. Die ganze Zeit hat Er nichts gegessen. Was ist also näherliegend, als Seine Kraft dafür einzusetzen, aus Steinen Brot zu machen? Der Teufel kennt unsere Situation genau und hat für jeden ein maßgeschneidertes Versuchungsprogramm. Auch für Jesus.  Es ist kein strahlender Held, der  5. Mose 8,3 aus dem Ärmel schüttelt und Satan damit zeigt, dass er keine Chance hat. Ich sehe hier einen ausgehungerte Mann, der sich kaum auf den Beinen halten kann. Ihm wird eine so einfache Lösung angeboten, die zwar gegen Gottes Willen sein würde – aber gleichzeitig auch das Ende des Hungers.  Höchstwahrscheinlich wird Er die Worte nicht wohlbetont und salbungsvoll, sondern leise und müde gesagt haben. Vielleicht hat Er sie auch vor Verzweiflung herausgeschrieen.

Jesus kann ” denen helfen, die versucht werden” (Heb 2,18), weil  Er sehr wohl weiß, was Versuchungen sind. Er versteht uns ohne große Erklärungen, weil Er selbst in extremeren Situationen war.