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Auf den ersten Blick irgendwie egoistisch?! August 20, 2008

Posted by annuta in 1.Könige.
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1.Könige 17,7-16

Es geschah aber nach einiger Zeit, daß der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Land. 8Da erging das Wort des Herrn an ihn folgendermaßen: 9Mache dich auf und geh nach Zarpat, das bei Zidon liegt, und bleibe dort; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, daß sie dich mit Nahrung versorgt!
10Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe dort, die Holz sammelte. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann! 11Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit!
12Sie aber sprach: So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben!
13Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mache es, wie du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bring ihn mir heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen. 14Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der Herr es auf den Erdboden regnen lassen wird!
15Und sie ging hin und machte es so, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch samt ihrem Haus viele Tage lang. 16Der Mehltopf wurde nicht leer, und das Öl im Krug wurde nicht weniger, nach dem Wort des Herrn, das er durch Elia geredet hatte.

Der Elia hat hier nicht unbedingt ne feine Art der Witwe entgegenzutreten. Er wirkt fordernd und egoistisch. Er hätte doch auch erst warten können bis die Frau für ihren Sohn und sich selbst etwas zu essen macht und dann erst selbst zugreifen können….aber vielleicht versteckt sich ja in der ganzen Situation ein Prinzip von Gott: Gib mir das Beste und alles was du hast und du bekommst so viel mehr zurück! Das erinnert mich ein bisschen an den Satz von Jesus: „Trachte zuerst nach dem Reich Gottes….“

Hmm….vielleicht ein bisschen zu tief interpretiert, was denkt ihr?

Kommentare»

1. MR - August 23, 2008

Wenn ich es mir recht überlege, fordert der Elia gar nicht so viel. Ich mein, die Witwe war am Ende: Noch eine Mahlzeit und dann Warten auf den Tod! Und in der Situation kommt der Elia und gibt dieser Witwe einen Funken Hoffnung – wenn sie will.
Ich glaube nicht, dass die Witwe dem Elia geglaubt hat – aber sie hatte auch fast nichts mehr zu verlieren und warum dann nicht dem Elia den letzten Rest geben. Am Ende könnte Elia ja immerhin Recht haben!
Ich meine, dass es stimmt, mit dem „Gott das Beste geben“. Hab mir aber nur überlegt, dass dieses „Beste“ vielleicht gar nicht so viel ist, wie ich selber immer meine. Bin ich nicht vielmehr fast am „verhungern“ ohne Gott? Hab ich denn mehr zu geben als ein bissl Öl und Mehl ohne IHN? Dieser Ohnmacht müssen wir uns bewusst sein, damit wir ihn den letzten Rest geben (=das ehemals ‘Beste’ ) und er beschenken kann.