Januar 20, 2009
Posted by donutmeica in Uncategorized.trackback
Matthäus 12, 46-50:
Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. 47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden! 48 Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49 Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!
Über diese Stelle musste ich kürzlich beim AudioBibel hören (super Sache) nachdenken.
Bisher beschlich mich immer ein ungutes Gefühl, wenn ich diese Stelle gelesen hab. Für mich klang es so, als ob Jesus seine Mutter und seine Brüder abwerten würde. „Ich hab wichtigeres zu tun. Was wollen da meine Mutter und meine Brüder von mir?“ Aber das steht überhaupt nicht da. Ich glaube was Jesus eigentlich verdeutlichen wollte, war wie er Menschen sieht, die mit ihm gehen. Dadurch, dass die Jünger mit ihm gegangen sind und den Willen Gottes getan haben, waren sie ihm so nahe wie seine eigene Familie.
Mit Jesus zu leben und das zu tun was sein Vater möchte, geht für Jesus mindestens genau so tief wie die Beziehungen innerhalb einer Familie. Interessant dabei ist: Geschwister sind immer unsere Geschwister. Unsere Mütter werden immer unsere Mütter sein. Und da ist nichts was man daran ändern könnte. Diese Beziehungen können zwar unendlich verkorkst sein, aber an der Tatsache allein lässt sich nichts ändern.
Die Jünger müssen sich großartig gefühlt haben. Jesus steht mitten in dieser Menschenmenge zeigt auf sie und sagt:
„Seht da meine Mutter und meine Brüder.“
Meine FAMILIE.
Yes. Ich hatte das gleiche Problem mit der Stelle, bis mir auch aufgegangen ist, dass hier keiner abgewertet, sondern eine Menschengruppe – die Leute, die Jesus nachfolgen – aufgewertet wird.