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Perspektivenwechsel März 30, 2011

Posted by MR in Johannes.
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Wie oft fühlt man sich ungerecht behandelt oder im Vergleich zu den Mitmenschen benachteiligt? Ich denke, jeder von uns kennt diese Gefühle. Man geht davon aus, dass man den gleichen Anspruch auf Beliebtheit, Wohlstand, Gesundheit, Aussehen usw. wie die Menschen um einen herum inne hat und anhand dessen auch die Befugnis zum fällen eines Urteils hinsichtlich Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit. Aber was ist gerecht? In Römer 3, Vers 23 lesen wir, dass wir alle gesündigt haben und daher nicht die Herrlichkeit Gottes erlangen können. Als Folge dieser Sünde bleibt uns nur der Tod, so steht es weiter in Römer 6, Vers 23. Gerecht wäre daher, wenn wir alle, als Lohn unserer Sünde, den Tod erhalten würden. Wenn ein Mensch tot ist, dann ist er alleine, er hat keinerlei materiellen Besitz, er ist außer Stande auch nur die kleinste Tat zu vollbringen und er ist definitiv weder gesund noch äußerlich attraktiv! Dies wäre ein gerechter Zustand für jeden von uns und wir hätten kein Recht uns ungerecht behandelt zu fühlen! Reflektieren wir ehrlich, so müssen wir gestehen, dass wir in einigen, ja sogar allen, Gebieten unrechtmäßig besser gestellt sind. Dies bezeichnet die Bibel als Gnade. Anstatt uns über diese Gnade zu freuen, Gott zu danken und sie zu genießen, verbringen wir unsere Zeit lieber mit Beschwerden und Anklagen ihm gegenüber, indem wir meinen wir hätten einen Anspruch auf mehr Gnade oder auf das gleiche Maß an Gnade wie ein Mitmensch. Aber Gerechtigkeit bedeutet eben nicht, dass wir alle einen Anspruch auf das gleiche Maß an Gnade haben. Ich glaube wir müssen wieder zu einem gesunden Selbstbild kommen und lernen, uns über das zu freuen was wir haben und uns nicht über das zu ärgern, was wir nicht haben. Wir müssen uns für unseren ‚ungerechten‘ Zustand bedanken und nicht beschweren. Gott hat uns reich beschenkt. Ihm gebührt dafür Lob und Preis!

Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.
Johannes 1, Vers 16

Autor: PS

 

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